Wieder Pech in Altrip

Wieder Pech in Altrip

Nach Herxheim führte uns das nächste Rennen wieder in die Pfalz. In Altrip stand das Rennen auf der Anspruchsvollen Sandbahn auf dem Plan. Mit zwei komplett unterschiedlichen Kurven, verlangt die Bahn den Fahrern alles ab, um dort schnell zu sein.

In der Nacht zum 20. Juni regnete es heftig, ca. 12 Liter pro Quadratmeter, doch das schadete der Bahn nicht, solange es am Renntag trocken blieb. Morgens waren noch ein paar Pfützen und Schlammlöcher zu sehen, weshalb das Training um eine dreiviertel Stunde nach hinten verschoben werden musste. Somit war der erste Trainingsdurchlauf gestrichen und wir hatten nur noch ein freies Training auf der Bahn. Im freien Training fühlten wir uns gleich wohl und waren richtig schnell unterwegs. Mit einem guten Gefühl gingen wir ins Startband Training, doch dort passte es nicht mehr so wie im freien Training. Darauf hin passten wir das Setup etwas an und nach der Mittagspause ging es ins Rennen.

Kennst du schon unsere Caps und Shirts? 

Chaotischer Start ins Rennen

Die Laufeinteilung war in diesem Jahr dieselbe, wie im Vorjahr. Also mussten wir zuerst wieder von ganz außen starten. Der Start war recht gut, doch von innen hatten die Gegner den besseren Weg. Auf der Gegengerade schoben wir uns auf Platz vier und wollten nach vorne angreifen, als Raphael plötzlich bemerkte, dass sich die Sitzbank gelöst hatte. Nun war er damit beschäftigt, die Sitzbank auf dem Motorrad zu halten, denn wir hatten kein Ersatz dabei. Dadurch konnten wir den Angriff nach vorne vergessen und wir verloren sogar einen Platz. So ging es im ersten Lauf auf Platz fünf ins Ziel.

Unglaubliche Reaktion von Benedikt

Im zweiten Lauf starteten wir von Startplatz drei, also mittig. Von dort kamen wir als zweite hinter Venus/Heiß aus dem Start. Doch am Kurvenausgang kam es fast zum Sturz. Was war passiert? Markus Brandhofer beschleunigte auf der Innenbahn besser raus, jedoch wählte er seine Linie ohne Rücksicht auf Verluste. Als er schon fast an uns vorbei war, fuhr er mit seinem Seitenwagenrad in unser Vorderrad. Ein Sturz war eigentlich kaum zu vermeiden. Doch Benedikt sah das Unheil kommen und reagierte blitzschnell. Als das Vorderrad schon einklappte, richtete er durch seine Reaktion unser Motorrad wieder auf und es konnte für uns weiter gehen. Jedoch war für uns der Schwung weg. So konnten Keil/Kersten mit Überschuss auf der Geraden einen Angriff in der Spitzkehre wagen, es kam wieder zur Kollision, jedoch ohne Folgen und wir konnten über die vier Runden den dritten Platz ins Ziel retten.

Natürlich waren wir nach diesem Vorfall angefressen und sprachen Markus Brandhofer auf den Vorfall an. Wir müssten unsere Linie halten, war seine Reaktion darauf. Damit sind wir absolut nicht einer Meinung, denn aus unserer Sicht hat er seine Linie nicht gehalten. Denn um erstens Schwung aus der Kurve mitzunehmen und auch noch seinem Seitenwagenrad auszuweichen lies Raphael das Motorrad nach außen treiben. Man sollte eher beim überholen schauen, dass man schon am Gegner vorbei ist und seine eigene Linie hält, bevor man nach außen fährt.

Seitenwagen beim Sandbahrennen Altrip 2019

Kampf um Platz 3

Trotz des eher mäßigen Rennverlaufs hatten wir im Endlauf noch die Möglichkeit um Platz drei zu kämpfen, wir mussten nur vor Keil / Kersten ins Ziel kommen. Von Startplatz zwei waren unsere Chancen recht gut. Wir erwischten einen Raketen Start und bogen als erste in die Kurve ein – doch dann Abbruch. Wegen einem inkorrekten Start musste der Lauf wiederholt werden. Also noch mal alles von vorne. Wir erwischten wieder einen guten Start, jedoch nicht ganz so gut wie zuvor. Dieses mal waren wieder Venus/Heiß vorne und in der ersten Kurve wurden wir von Keil/Kersten überholt. Bis zur Spitzkehre konnten wir noch mithalten doch beim Ausgang war auf einmal keine Leistung mehr da. Wir versuchten es noch bis auf die Gegengerade, doch da hatten uns schon alle überholt. Es blieb uns nichts anderes übrig, als ins Innenfeld zu Rollen, um nicht noch mehr Schaden im Motor zu verursachen. Das dritte Renne in Folge mit Motorenproblemen. Wir konnten es nicht fassen…

Somit erreichten wir im Gesamtergebnis den 5. Platz. Die Platzierung war uns danach aber ziemlich egal, denn die Enttäuschung war riesengroß. Das nächste Rennen ist das EM-Semifinale in Haunstetten. Für dieses Rennen müssen wir jetzt alle Fehler beheben und fokussiert an den Start gehen.

Die letzten Videos

Diesen Beitrag teilen