Verteidigung in Willing gescheitert

Am 29.07.2018 startete bei sommerlichen Temperaturen das Grasbahnrennen in Willing. Mit 400 Metern ist das die kürzeste Grasbahn im Rennkalender. Im letzten Jahr konnten Raphael und Benedikt überraschend vor Markus Brandhofer mit Michael Zapf gewinnen. Natürlich wollten sie in diesem Jahr auch wieder ganz oben auf dem Podium stehen. Mit Markus Venus/Markus Heiß und Bruder Achim mit Lydia Neuendorf kam aber noch stärkere Konkurrenz im Vergleich zum letzten Jahr dazu. Bei Achim konnte sein Stammbeifahrer Michael Zapf verletzungsbedingt nicht starten.

Für Raphael und Benedikt lief es bereits im freien Training nicht besonders gut. Sie gingen mit dem selben Setup auf die Bahn, wie im Jahr zuvor. Das Startbandtraining hingegen war schon etwas besser, nur am Start hatten sie einen Steiger. Doch so hundertprozentig Wohl fühlten sie sich noch nicht auf der Bahn. Man passte das Setup hier und da etwas an und erhoffte sich dadurch Besserung. Nur eine Änderung nahm man erst vor dem letzten Lauf vor, was ein folgenschwerer Fehler war.

Achim und Lydia hatten, wie alle Gespanne, zu Beginn mit der glatten Bahn zu kämpfen. Sie fanden sich aber ganz gut zurecht. Im Startbandtrainig kamen sie gegen Markus Venus sogar etwas besser aus dem Start, der konnte sich aber in der ersten Kurve durchsetzen. Auch bei ihnen wurden noch hier und da einige Einstellungen am Motorrad angepasst.

Rennstart in Willing bei heißen Temperaturen

Auf der kleinen Willinger Grasbahn starteten in einem Lauf 4 Teams, von insgesamt 5 anwesenden musste immer ein Team aussetzen. Im ersten Lauf waren alle A-Lizenz Gespann am Startband, Sebastian Kehrer und Patrick Lepnik setzten aus. Von außen erwischte Raphael keinen guten Start und befand sich am Ende des Feldes. Achim und Lydia starten von Startplatz blau (2. von innen) und konnten hinter Markus Venus/Markus Heiß auf den zweiten Platz fahren. Markus Brandhofer/Benjamin Maier griffen zwar den ganzen Lauf an, welche ebenfalls 4 Runden lang von Raphael und Benedikt attakiert wurden, doch an den Platzierungen änderte sich nichts.

Den zweiten Lauf konnten Achim und Lydia für sich entscheiden, sie setzten sich gegen Brandhofer/Maier, Raphael und Benedikt und Kehrer/Lepnik durch. Somit hatten Raphael und Benedikt den ersten Punkt des Tages eingefahren. Irgendwie klappten die Starts nicht so wie gewohnt. Schlecht waren sie nicht, aber auch nicht besonders gut. In den letzten zwei Läufen wollten sie noch mal alles geben, denn da durften sie von den inneren Startplätzen starten, was auf der kurzen Bahn ein Vorteil war.

Grasbahnrennen Willing Training Seitenwagen
Raphael und Benedikt beim freien Training - Foto: Niklas Breu

In der ersten Kurve wird es eng

Der Start in den dritten Lauf war für Raphael und Benedikt zu Beginn nicht so schlecht. Sie kammen gut weg, einen Tick besser als Markus Brandhofer von innen. Doch im Prizip waren alle fast gleichauf in der ersten Kurve. Brandhofer drückte sich innen durch und schob sie dadurch nach außen, im selben Moment kamen Venus/Heiß von außen. So waren sie zwischen den beiden eingeklemmt und Raphael musste vom Gas gehen um einen Sturz zu vermeiden. Diese Sitiuation packten Kehrer/Lepnik am Schopf und zogen innen vorbei. Sie konnten fahren wie sie wollten, doch sie kamen einfach nicht ran und hatten somit den zweiten Nuller. Eigentlich wurde doch nichts anders gemacht als im Jahr zuvor. Doch darin lag der Fehler!

Die letzte Änderung am Setup brachte nun endlich die gewünschte Verbesserung. Man hatte die Übersetzung wie im Vorjahr gelassen, man dachte ja die passt. Ein „dummer“ Anfängerfehler. Am Start hatten Raphael und Benedikt einen leichten Steiger doch sie kamen trotzdem gut von der Stelle. Seite an Seite ging es mit Venus/Heiß durch die Kurve, doch diese hatten am Ausgang die Nase vorn. So ging es dann auch als zweiter durchs Ziel. Immerhin zeigten sie im letzten Lauf, dass es doch noch geht.

Achim und Lydia hatten in diesem Lauf glück im unglück. Sie kamen in eine Rille und das Motorrad überzog. Um den Sturz zu vermeiden, ging es ins Innenfeld und somit waren sie vom Lauf disqualifiziert. Ärgerlich, da sie bis zu diesem Zeitpunkt im Gesamtergebnis auf Platz zwei lagen. Nun mussten sie im letzten Lauf vor Brandhofer/Maier ins Ziel kommen, um das Ergebnis zu halten.

Zum Schluss wurde es staubig

Im letzten Lauf ging es für Achim und Lydia um Platz zwei oder drei. Dort waren nun auch die heißen Bedingungen an der Bahn bemerkbar. Es wurde sehr staubig. Dagegen konnte der Veranstalter aber nichts ändern, Wasser fahren wäre zu gefährlich gewesen. Am Start waren Achim und Lydia auf Platz zwei Kurs. Doch Markus Brandhofer ist bekanntermaßen ein „harter Hund“ der nicht aufgibt. Ende der zweiten Runde schnappte er sich den zweiten Platz und sicherte sich somit im Gesamtergebnis den zweiten Platz mit einem Punkt Vorsprung auf Achim und Lydia. Immerhin Stand somit eines der San Millan Gespanne in Willing auf dem Podium.

Sieger Grasbahnrennen Willing Seitenwagen
Siegerehrung der Seitenwagen - Foto: Niklas Breu

Ergebnis

  1. Markus Venus / Markus Heiß, 12 Punkte
  2. Markus Brandhofer / Benjamin Maier, 7 Punkte
  3. Achim San Millan / Lydia Neuendorf, 6 Punkte
  4. Raphael San Millan / Benedikt Zapf, 3 Punkte
  5. Sebatian Kehrer / Patrick Lepnik, 2 Punkte
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