Sturz in Hertingen

Sturz in Hertingen

Nachdem das Rennen in Werlte nicht so gut für uns lief, freuten wir uns richtig auf das Grasbahnrennen in Hertingen. Auf der speziellen Berg und Tal Strecke fühlten wir uns immer wohl und sie gehört zu unseren Lieblingsstrecken. Da Hertingen auch nicht so weit von Berghaupten entfernt ist, ist es wie ein zweites Heimrennen für uns.

Freies Training in Hertingen - Foto Jens Körner

In den Tagen vor dem Rennen hat es öfters mal geregnet in Hertingen, weshalb man eine griffige Bahn erwarten konnte. Im freien Training hat sich das bestätigt, jedoch war eine weitere Nebenwirkung des Regens eine etwas holprige Bahn. Der Zustand der Strecke war aber trotzdem gut und wir konnten eine schnelle Linie finden.

Tolle Kulisse in Hertingen

Das Pflichttraining konnten wir auf der zweiten Position hinter dem Gespann Venus / Heiß beenden. Mit dem Zieleinlauf konnten wir zufrieden sein, doch der Abstand nach vorne war uns noch zu groß, weshalb wir noch am Setup und an uns arbeiten mussten.

Kurz vor Rennbeginn in der Dämmerung strömen die Zuschauer an die Hertinger Grasbahn. Mit dieser Kulisse im Rücken macht es immer Spaß dort zu fahren. Im ersten Lauf starteten wir von ganz innen und kamen zunächst gut los. Doch der Grip ist auf dieser Strecke extrem hoch und unser Vorderrad stieg leicht in die höhe. Das kostete uns die entscheidenden Meter und Holstein / van Dijk setzten sich vor uns. Vier Runden lang mussten wir die „wütenden“ Angriffe von Brandhofer / Scheunemann abwehren, doch wir konnten den zweiten Platz ins Ziel retten.

Positionskampf in der ersten Kurve - Foro Jens Körner

Es kommt anders als man denkt...

Mit dem zweiten Platz im ersten Lauf konnten wir einigermaßen zufrieden sein. Der Speed war für ganz vorne aber immer noch nicht genug. Nun starteten wir im zweiten Lauf von Startgate drei und kamen die ersten Meter eigentlich ganz gut weg. Doch schon beim Gas geben in der Grünphase vor dem Start hörte sich der Motor etwas merkwürdig an. Plötzlich hatten wir keine Leistung mehr und das ganze Feld zog an uns vorbei. Am Kurvenausgang der Bergauf Kurve stellte der Motor dann ab und es ging gar nichts mehr. Das war natürlich ein herber Rückschlag.

Wir hatten den Einzug ins Finale aber noch nicht abgeschrieben. Also sprinteten wir schnell ins Fahrerlager und wechselten den Motor um im letzten Vorlauf noch mal alles zu geben. Wir starteten von Startgate zwei neben Venus / Heiß. Die ersten Meter waren wir in etwa gleich auf, bis zum Umschalten in den zweiten Gang. Unser Vorderrad stieg und so verloren wir eine Motorradlänge und bogen als zweite in die Kurve.

Lektion: Immer konzentriert bis zum Schluss!

Nach zwei Runden war jedoch klar, dass nach vorne nicht mehr viel geht und der Vorsprung nach hinten war auch riesengroß. Also ließ es Raphael etwas gemütlicher angehen, was jedoch schwere Folgen hatte. In der letzten Runde passierte es in der Bergauf Kurve. Das Motorrad kam ein einer Stelle extrem quer, wir korrigierten es und kamen eigentlich wieder in die Spur. Doch dadurch hatten wir so viel an Geschwindigkeit verloren, dass die Drehzahl des Motors total im Keller war. So fehlte es an Beschleunigung und das genau an der Stelle, wo die Bahn ziemlich abschüssig ist.

Durch fehlenden Vortrieb kamen wir ins kippen und der Fußraster stauchte im Boden ein. Ohne Fremdverschulden kamen wir so zu Sturz. Das Rennen war somit eine absolute Katastrophe für uns und das auf unserer Lieblingsbahn. Zum Glück ist uns außer ein paar Prellungen nicht viel passiert. Jetzt heißt es Schäden reparieren, die Blessuren auskurieren und sich auf des EM-Finale in Eenrum vorbereiten.

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