Sandbahnrennen Dingolfing 2019

Sandbahnrennen Dingolfing 2019

Start beim Sandbahnrennen Dingolfing

Endlich ging die Saison auch für uns richtig los! Am 01. Mai 2019 starteten wir beim traditionellen Sandbahnrennen Dingolfing. Bisher war die „Brotscheibe“ in Dingolfing nicht unsere Strecke, doch das wollten wir in diesem Jahr ändern. Denn um besser zu werden muss man auch dort schnell sein, wo es nicht so einfach ist.

Können wir in Dingolfing besser sein?

In der Nacht auf den 01. Mai machten wir uns auf den Weg ins bayrische Dingolfing. Pünktlich zur Öffnung des Fahrerlagers kamen wir an und bereiteten uns auf den Renntag vor. Dieses Rennen war auch die Wettkampf-Premiere mit unserem neuen Fahrwerk. Da es in den Tests fahrerisch gut lief, waren wir guter Dinge, dass es in Dingolfing nach zwei mäßigen Jahren erfolgreicher werden könnte.

Im freien Training waren wir schon recht flott unterwegs. Es hakte noch an ein paar Stellen, doch diese konnten wir schnell beheben. Mit einem guten Gefühl gingen wir dann im Startbandtraining an den Start. Doch da passte überhaupt nichts zusammen. Nach langer Grünphase zog das Motorrad Richtung Startband. Gerade als Raphael es zurückzog, ging das Startband hoch. Also gingen wir als letzter aus dem Start und so kamen wir auch nach zwei Runden ins Ziel. Jetzt wusste Raphael, dass er konzentrierter am Start sein musste!

Guter Start ins Rennen

Drei Vorläufe und möglicherweise ein Finale standen auf dem Plan. Im ersten unserer Läufe standen Vize-Europameister Mitch Godden/Paul Smith, Shaun Harvey/Danny Hogg und Sebastian Keher/Patrick Lepnik am Startband. Dieses Mal kamen wir richtig gut weg und kämpften in der ersten Kurve mit den Vize-Europameistern um den ersten Platz. Eine halbe Motorradlänge hat gefehlt um auf der Geraden vorbei zu ziehen. So kamen wir als zweite ins Ziel – ein guter Start in das Rennen.

Im zweiten Lauf waren wieder Godden/Smith unsere Gegner sowie die Ex-Europameister Josh Goodwin/Liam Brown und das Reservegespann Andreas Horn/Christian Schädler. Florian Kreuzmayr/Roman Grammelsberger konnten nach einer Verletzung nicht mehr an den Start gehen – die besten Genesungswünsche an Roman. Der Start des zweiten Laufs musste wiederholt werden, da Godden/Smith einen inkorrekten Start hinlegten. Sie wurden dafür verwarnt. Beim Wiederholungstart nahmen wir dieselbe Startrille als zuvor, was ein Fehler war. Die glatten Pflastersteine kamen schon hervor und so drehte das Hinterrad erst ein paar Mal durch, bevor es vorwärts ging. Trotzdem war der Start OK und so konnten wir wieder als zweite im Ziel einfahren.

Kampf um Platz 3

Nach zwei Vorläufen waren wir nun Punktgleich mit Markus Brandhofer/Tim Scheunemann. Im letzten Vorlauf trafen wir nun auf das bayrische Gespann, also war vor ihnen ins Ziel kommen die Devise. Doch leider kam es anders als erhofft. Von Startplatz rot hatten wir eigentlich eine gute Ausgangsposition. In Dingolfing ist es fast unmöglich am Start einen Steiger zu haben, da man eher Probleme hat, mit guter Traktion vom Fleck zu kommen. Doch genau das ist uns passiert. Es war wohl etwas mehr Grip als erwartet da uns so stieg das Vorderrad schön in die Höhe. Der erste Platz in diesem Lauf war dahin, Brandhofer/Scheunemann und Harvey/Hogg schlüpften am Start vorbei. Immerhin konnten wir in der ersten Kurve Goodwin/Brown wieder einholen und kamen als dritte ins Ziel. Für den Kampf ums Podest war das aber ein herber Rückschlag.

Wir zogen aber immer noch als vierte ins Tagesfinale ein. Im Vergleich zu den Vorjahren ein riesen Erfolg! Von innen nach außen waren folgende Teams am Startband: Godden/Smith, Venus/Heiß, Brandhofer/Scheunemann und schlussendlich wir. Dass man von außen auch einen Start gewinnen kann, haben Venus/Heiß in einem Vorlauf gezeigt. Also gingen wir motiviert an den Start und versuchten das Beste herauszuholen. Der Start war ordentlich und wir versuchten zunächst auf der Außenbahn schwung mitzunehmen. Doch der Versuch war vergeblich, denn Venus/Heiß und Godden/Smith waren auf der Innebahn zu schnell und gaben uns in der ersten Kurve die Eine oder andere Packung. Raphael musste schauen, dass die Sicht einigermaßen gut blieb um den Anschluss nicht zu verpassen oder gar noch eine Platzierung zu verlieren. Es hätte am Endergebnis zwar nichts geändert, ob wir als 3. oder 4. ins Ziel kommen, doch kampflos und abgeschlagen wollten wir uns nicht vom Rennen verabschieden.

Bestes Ergebnis in Dingolfing

Tagessieger wurden Markus Venus/Markus Heiß vor Mitch Godden/Paul Smith und Markus Brandhofer/Tim Scheunemann. Wir belegten mit einem Punkt Rückstand auf Platz drei den vierten Platz. Es ist zwar einerseits ärgerlich, den dritten Platz verspielt zu haben, andererseits kann man mit dem Ergebnis als Start in die Saison zufrieden sein – und das in Dingolfing. Jetzt haben wir zweieinhalb Wochen Pause, dann geht es wieder nach Bayern, nach Plattling auf die spezielle 5 Kurvenbahn.

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