Trip nach Holland

Am Pfingstmontag ging es zum ersten „Auslandseinsatz“ für Raphael und Benedikt. Achim und Michael sind bereits schon Rennen in unserem Nachbarland gefahren. Am Sonntag Vormittag machten sich unsere Gespanne auf den Weg zum Rennen in Holland. Bei Regen ging es im Schwarzwald auf die Reise in den Norden, bei Sonnenschein und bestem Wetter kamen wir im holländischen Stadskanaal an.

Eigentlich wollte Raphael am Vorabend des Rennens noch schöne Drohnenaufnahmen von dem Renngelände in Stadskanaal machen, doch leider durfte man nicht im Fahrerlager bleiben und übernachten. Nur wo sollte das Nachtlager aufgeschlagen werden? Sie machten sich schon auf den Weg zu einem Campingplatz, bis ein netter Holländer, den sie an der Grasbahn getroffen haben, ihnen anbot bei ihm zu übernachten.

Rennstrecke in Holland - Stadskanaal Grasbahn

Training mit böser Überraschung

Nachdem sich beide Teams morgens wieder auf den Weg zur Rennstrecke gemacht haben, wurde alles aufgebaut und die Motorräder fertig für die Technische Abnahme gemacht. Dort gab es schon das erste Problem. Bei offenen niederländischen Rennen ist es Pflicht, am Hinterrad eine Blende zu fahren. Blöd nur, dass weder Achim noch Raphael so eine dabei hatten, da dies bei deutschen Rennen nicht benötigt wird. Zum Glück half William Matthjissen aus und hatte genügend Hinterradblenden dabei.

Dann ging es relativ zügig mit dem freien Training weiter. Achim und Michael fuhren eine Gruppe vor Raphael und Benedikt. Bei ihnen gab es keinerlei Probleme und sie haben (unglaubliche) 3 Runden freies Training absolviert. In der folgenden Gruppe wollten Raphael und Benedikt ihre 3 Runden fahren, doch dazu kam es nicht ganz. Ende der dritten Runde bekam das vorher fahrende Gespann Möller/Frohbös einen Platten und stand plötzlich quer in der Kurve. Raphael konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren und beide Gespanne kollidierten. Immerhin konnte ein Sturz vermieden werden, doch Raphael’s Fuß kam dabei unter das eigene Motorrad und er verletzte sich dabei. Sein Fuß wurde blau und dick, aber er konnte weiterfahren.

Rennen in Holland - Verletzung von Raphael San Millan

Das Rennen fängt gut an

An diesem Renntag musste 3 Vorläufe absolviert werden. Insgesamt waren 12 Teams im Rennen und es gab ein Reservegespann. Die ersten beiden Läufe fuhren Achim und Raphael gegeneinander, welche Raphael jeweils einen Platz vor Achim beendete. Im letzten Vorlauf hatten Raphael und Benedikt mit technischen Problemen zu kämpfen und schieden aus, Achim und Michael wurden Dritte. Somit Standen jeweils folgende Ergebnisse für unsere Gespanne zu Buche:

  • Raphael und Benedikt wurden Zweite, Dritte und hatten einen Ausfall. Somit hatten sie 7 Punkte auf dem Konto.
  • Achim und Michael wurden Dritte, Vierte und Dritte. Somit hatten sie ebenfalls 7 Punkte auf dem Konto

Packende Zweikämpfe im B-Finale

Dadurch mussten beide Teams im B-Finale Antreten und um den Einzug ins A-Finale kämpfen. Die ersten zwei kamen weiter. Raphael und Benedikt legten einen guten Start hin und hatten bereits einen Vorsprung in die erste Kurve hinein. Doch am Kurvenausgang ging plötzlich nichts mehr. Leistungsverlust! Da zogen Achim und Michael sowie das Gespann Kregl/Kempa vorbei. Nachdem Raphael etwas am Gas rum spielte ging der Motor aufeinmal wieder los und die Aufholjagd begann. Zweieinhalb Runden lang lagen Kregl/Kempa auf Platz 1, bis sie von Achim und Michael überholt wurden.

Für Raphael und Benedikt sah es in diesem B-Finale gar nicht gut aus. Nach dem Aussetzer des Motors lagen sie weit zurück. Doch aufgeben wollten die beiden auf keinen Fall. In der letzten Kurve hatten sie dann den Rückstand soweit aufgeholt, dass sie zum überholen ansetzen konnten und sich schließlich am Kurvenausgang auf den zweiten Platz vor schoben. Das war noch mal knapp, aber das Minimalziel A-Finale wurde so für beiden Teams erreicht.

Rennen in Holland - Zweikämpfe der Seitenwagen

Wieder Pech im A-Finale

Dadurch, dass beide unserer Teams als letzte in das A-Finale einzogen, mussten sie die beiden übriggebliebenen Startplätze nehmen. Das waren in diesem Fall die äußeren Startplätze 5 für #26 Achim/Michael und 6 für #92 Raphael/Benedikt. Beide Gespanne hatten einen guten Start, zum leitwesen für Raphael und Benedikt, da sie dadurch von Achim und Michael nach außen abgedrängt wurden. Die #26 reihte sich auf den dritten Platz ein, die #92 fiel auf den 6. Platz zutück. Nach zwei Runden war das Finale aber für sie schon beendet, da die selben Problem wie im B-Finale. Somit hatten sie wieder einen Ausfall zu verbuchen. Achim und Michael hatten das Podium schon fast in der Hand, doch in den letzten zwei Runden wurden sie noch von den Carvil/Smit und Frederiksen/Grandt überholt.

Das Fazit über das Rennen in Holland fällt aber trotzdem gut aus. Es ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man die Organisation der deutschen Rennveranstaltungen gewohnt ist, aber es hat Spaß gemacht. Für beide Teams war im gesamten eine bessere Platzierung möglich aber z.B. bei Raphael und Benedikt kann man Angesichts der Umstände mit dem erreichen des A-Finales zufrieden sein. Beide Teams würden auf jeden Fall gerne weitere Rennen in Holland bestreiten.

Ergebnisse

  1. William Matthijssen/Sandra Mollema (NL), 15 Vorlaufpunkte.
  2. Mitch Godden/Paul Smith (GB), 14.
  3. David Carvill/Dennis Smit (GB), 11.
  4. Mike Frederiksen/Steven Grandt (DK), 11.
  5. Achim San Millan/Michael Zapf (D), 7.
  6. Raphael San Millan/Benedikt Zapf (D), 7.
  7. Jan Kempa/Dennis Pollrich (D), 3.
  8. Klaas Kregel/Kim Kempa (NL/D), 3.
  9. Sven Holstein/Bonita van Dijk (NL), 8.
  10. Marcel Raatjes/Marco Sterenborg (NL), 5.
  11. Oliver Möller/Dana Frohbös (D), 2.
  12. Antony Sairrailh/Katia Sairrailh (F), 2.
  13. David Chaminade/Stephanie Vedelago, (F), 1
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