Letztes Saison-Rennen in Mühldorf

Das letzte Rennen der Saison 2018 fand für uns im bayrischen Mühldorf statt. Mühldorf war auch gleichzeitig der Austragungsort des Langbahn WM Finals, welches an Spannung kaum zu überbieten war. Im Tagesfinale waren der bis dato Führende Franzose Dimitri Berge und der Deutsche Martin Smolinski punktgleich, also war dies der alles Entscheidende Lauf der Weltmeisterschaft. Mit einem Überholmanöver Ende der ersten Kurve setzte sich Martin Smolinski an die Spitze und holte sich so den Weltmeistertitel. Aber nun zu unserem eigenen Rennen. Im letzten Rennen der Saison wollten wir uns natürlich noch mal von der besten Seite zeigen und alles geben. Letztes Jahr wurden wir hier dritter, weshalb wir uns auch Chancen auf das Podium ausrechneten.

Das Rennen beginnt vielversprechend

Am Ende der Saison probierten wir auch im hinblick auf nächstes Jahr einige neue Sachen aus. Diese schienen zu funktionieren, denn wir waren auf Anhieb schnell. Im Startbandtraining musste dann die richtige Herangehensweise beim Start herausgefunden werden, da dort die Mühldorfer Sandbahn etwas speziell ist. Man muss dort die richtige Rille finden, um genügend Grip zu haben, ansonsten ging das Hinterrad zu viel leer durch und man verlor einige Meter auf die Konkurrenz. Der Start funktionierte noch nicht so ganz und so belegten wir den vierten Rang im Startbandtraining.

Gleich im ersten Lauf mussten wir von Startplatz 6, also von ganz außen starten. Von diesem Startplatz aus legten wir einen Raketenstart hin, nur war die Drehzahl etwas zu niedrig, sodass der Motor etwas im „Keller“ war. So kamen von ganz innen startend, Venus/Heiß und drückten uns leicht nach außen. Dadurch kamen die Brüder Brandl noch vorbei. Auf der geraden setzten sich auch noch Keil/Kersten neben uns, doch diesen Angriff konnten wir abwehren und behaupteten die dritte Position. So ging es dann auch ins Ziel.

Seitenwagen auf der Sandbahn in Mühldorf
Raphael & Benedikt beim Training in Mühldorf - Foto: Niklas Breu

Alles war möglich in Mühldorf

Ein solider Start ins Rennen, mit Luft nach oben. Auf jeden Fall waren wir bei der Musik dabei. Doch im zweiten Lauf kam die Ernüchterung. Der Start war auf den ersten Metern wieder gut, doch die Gespanne auf der Innenseite hatten auch einen guten Start. Es waren wieder Venus/Heiß, die den Weg nach innen versperrten. Raphael machte das Gas etwas zu, um sich auf der Innenlinie einzureihen, dadurch kam das Motorrad leicht ins kippen, doch wir konnten es abfangen. Das kostete aber einiges an Schwung und so kamen wir nur auf Platz 5 ins Ziel. Diesen Lauf gewannen aber nicht Venus/Heiß, sondern Keil/Kersten vor den Brandl Brüdern. Das Fahrerfeld war also sehr ausgeglichen, es konnte fast jeder einen Lauf gewinnen.

In den zwei noch ausstehenden Läufen zeichnete sich ein ähnliches Bild ab. Am Start waren wir die ersten Meter immer vorne, doch aus irgendwelchen Gründen verloren wir auf dem Weg zur und in der ersten Kurve auf die Konkurrenz. So wurden viele Plätze verloren, was den Rennverlauf schmerzhafter als gewollt gestaltete. Der Strahl des Vordermanns auf der Mühldorfer Sandbahn war sehr hart und schmerzhaft. Benedikt musste in den letzten zwei Läufen sehr viel aushalten. Leider waren ein vierter und wieder ein fünfter Platz das Ergebnis.

Das Los musste Entscheiden

Nun hatten wir 7 Punkte auf dem Konto, genau so viel wie das Gespann Schramm/Bacher. Da es das identische Ergebnis von den Platzierungen her war, konnte so kein Sieger ermittelt werden und das Los musste entscheiden. Es wurde eine Münze mit einem Bierkrug auf der einen und einem „B“ auf der anderen Seite geworfen. Raphael entschied sich für den Bierkrug, was eine kluge Wahl war, denn der Krug gewann. Somit wurden wir mit Glück am Ende noch vierter. Nicht ganz das Ergebnis, was wir uns im letzten Rennen erhofften, doch wir können zufrieden damit sein.

Ergebnis

  1. Markus Venus / Markus Heiß, 18 Punkte
  2. Karl Keil / David Kersten, 14 Punkte
  3. Martin Brandl / Hermann Brandl, 12 Punkte
  4. Raphael San Millan / Benedikt Zapf, 7 Punkte
  5. Imanuel Schramm / Hermann Bacher, 7 Punkte
  6.  Sebastian Kehrer / Patrick Lepnik, 2 Punkte
  7. Florian Kreuzmayr / Roman Grammelsberger, 0 Punkte
Diesen Beitrag teilen