Knappes Ergebnis in Hertingen 2018

Am 11.08. ging es zum „zweitem Heimrennen“ auf die Berg und Tal Bahn nach Hertingen. Der MSC Berghaupten organisierte einen Bus, was viele Fans aus der Heimat ins Markgräfler Land brachte. In den letzen Jahren war Hertingen immer ein gutes Pflaster für unser Team. In der B-Lizenz hatten Raphael und Benedikt die letzten zwei Jahre gewonnen. Nun mussten Sie sich in der Internationalen Klasse beweisen. Auch Achim war in Hertingen immer stark.

Staubige Angelegenheit

Aufgrund der Trockenheit in den letzten Wochen und Monaten, hatte auch der MSC Rebland mit einer hohen Staubentwicklung zu kämpfen – zumindest tagsüber. Aber abgesehen davon, war die Bahn in einem sehr guten Zustand, obwohl bereits am Freitag ein Rennen darauf gefahren wurde.

Im Nachmittagsprogramm standen ein freies und ein Startbandtraining auf dem Plan. Raphael und Benedikt kamen von Beginn an gut zurecht und konnten auch im Startbandtraining zwei Runden vor den amtierenden deutschen Meistern Venus/Heiß führen. Es gab noch ein paar Kleinigkeiten fürs Rennen zu verbessern, doch sie konnten mit einem guten Gefühl ins Rennen gehen. Achim und Lydia waren solide unterwegs, doch hatten so ihre Probleme an diesem Renntag.

Erster Lauf Flutlichtrennen Hertingen 2018
Harte Zweikämpfe beim Grasbahnrennen Hertingen 2018 - Foto: Jens Körner

Viel Kontakt und enge Rennen

Insgesamt 8 Teams waren in Hertingen im Fahrerfeld. Es wurde in zwei 4er Gruppen gefahren. Nach drei Vorläufen durften die vier punktbesten Gespanne im Finale antreten. Achim und Lydia erwischten einen schwierigen Start ins Rennen. Gegen Matthijssen/Mollema, Venus/Heiß und Goodwin/Goodwin kamen sie im ersten Lauf nicht über Platz 4 hinaus. Zu Beginn des Rennes staubte es auch noch gewaltig. Diese Situation verbesserte sich aber, je weiter der Abend voran schritt, da die Feuchtigkeit dann aus dem Boden kam.

Raphael und Benedikt starteten im ersten Lauf von ganz außen. Im Startbandtraining konnten sie von dort den Start für sich entscheiden. Doch dieser Platz war tückisch. Wenn man alles richtig gemacht hatte, war dies der beste Startplatz, man hatte dort enorm viel Grip. Das steigerte aber auch das Risiko für einen Steiger. Genau das passierte auch, doch sie konnten noch gleichzeitig mit Meier/Schrempp in die Kurve. Diese drückten von innen und es kam zum Kontakt. Der Steiger hatte eben die entscheidenden Meter gekostet. Dadurch wurden Raphael & Benedikt nach außen geschoben und auch Brandhofer/Scheunemann drückten sich vorbei. Die erste Kurve fühlte sich wie eine Boxauto-Fahrt an. Doch der Sturz konnte verhindert werden und so ging es zur Aufholjagd. Markus Brandhofer und Tim Scheunemann wurden 3 Runden lang bearbeitet und sich zurechtgelegt, bis sie anfangs der vierten Runde überholt werden konnten. Der Zweikampf hatte leider zu viel Zeit gekostet, sodass die Lücke zu Platz 1 nicht mehr geschlossen werden konnte.

Spannung bis zur Ziellinie

Auch im zweiten Lauf wurde es spannend. Das englische Gespann Goodwin/Goodwin konnte den Start für sich entscheiden und ging vor Raphael & Benedikt in Führung. Achim & Lydia konnten sich direkt dahinter auf dem dritten Platz einreihen. Doch bereits wie im Lauf zuvor gab Raphael nicht auf. Bis zur Ziellinie war es richtig eng zwischen den Engländern und der #92. In der letzten Kurve fuhren sie sogar Seite an Seite den Berg hinunter doch es fehlte eine Motorrad-länge. Eine Runde mehr und es hätte anders ausgehen können. Ärgerlich! In den ersten zwei Läufen wäre jeweils der Sieg drin gewesen, aber in der A-Lizenz wird nun mal jeder noch so kleine Fehler bestraft. Achim & Lydia kamen auf dem dritten Platz ins Ziel. Für sie lief an diesem Renntag nicht viel zusammen. So war für die beiden der Finaleinzug so gut wie unmöglich.

Im letzten Vorlauf war nun klar, dass Raphael & Benedikt vor den Clubkameraden Meier/Schrempp ins Ziel kommen mussten, um ins Finale einzuziehen. Am Start war dieses mal wieder ein Gespann besser. Es waren keine geringeren als die amtierenden deutschen Meister. Meier/Schrempp waren direkt hinter Raphael & Benedikt, doch sie konnten kontrolliert in Schach gehalten werden und so war der Einzug ins Finale perfekt.

Start im letzten Vorlauf - Foto: Jens Körner

Alles oder nichts im Finale

Im Finale waren nun William Matthijssen/Sandra Mollema, Markus Venus/Marksu Heiß, Josh Goodwin/Scott Goodwin und unsere #92, Raphael & Benedikt am Start. Punktgleich mit den Engländern und einen Punkt weniger als Venus/Heiß. Sie mussten wieder von außen starten und kannten das Risiko aus dem ersten Vorlauf. Bis auf Platz 1 waren aber noch alles Platzierungen offen und so war das Ergebnis im Finale entscheidend.

Beim Start gingen sie etwas zu viel Risiko ein und es gab zwei Steiger. Sie konnten zwar knapp hinter den Europa- und Deutschen Meistern in die Kurve, doch von innen kamen die Engländer. Es gab einen heftigen Stoß, doch am Ende der Kurve konnten sie wieder aufschließen. Auf einmal waren die Goodwins aber sehr langsam am Kurvenausgang und so musste Raphael nach innen ausweichen. Da die Gegengerade in Hertingen etwas abschüssig ist, hatten sie alle Mühe noch auf der Strecke zu bleiben. Das Podium schien dahin. Doch nach zwei Runden fielen Venus/Heiß aus und somit mussten Raphael & Benedikt nur noch ins Ziel kommen. Es war am Ende zwar viel Glück dabei, aber durch die gesamte Leistung im Rennen war der 3. Platz durchaus verdient. Bis auf das Finale waren alle Läufe richtig stark.

Ergebnis Flutlichtrennen Hertingen

1. William Matthijssen/Sandra Mollema (NL), 12 Punkte
2. Josh Goodwin/Scott Goodwin (GB), 8
3. Raphael San Millan/Benedikt Zapf (D), 7
4. Markus Venus/Markus Heiss (D), 7
5. Manuel Meier/Melanie Schrempp (D), 4
6. Markus Brandhofer/Tim Scheunemann (D), 3
7. Achim San Millan/Lydia Neuendorf (D), 1
8. Klaas Kregel/Kim Kempa (NL), 0

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