Heißes Rennen in Altrip

An Fronleichnam fand das traditionelle Sandbahn-Rennen in Altrip statt. Das war für Raphael und Benedikt das dritte Rennen innerhalb von 10 Tagen. Zugleich war es auch das 6. im Mai, bisher wurden noch nie so viele Rennen zu beginn der Saison gefahren. Auf das Rennen auf dem „Altriper Ei“ freuten sich beide unserer Gespanne, da sie immer gute Ergebnisse auf der speziellen Sandbahn einfuhren. Da auch immer viele Fans aus Berghaupten, Gengenbach und Umgebung nach Altrip kommen, ist diese Veranstaltung schon fast wie ein Heimrennen.

Fast perfekte Bedingungen

In der Nacht vor dem Rennen regnete es heftig in Altrip, doch das tat der Bahn sehr gut und sie war nicht so staubtrocken wie in den Jahren zuvor. Lediglich einige Pfützen mussten auf der Strecke beseitigt werden, dann konnte es los gehen. Durch den durchnässten Boden war die Sandbahn griffiger als sonst, was aber so gut wie alle Fahrer begrüßten und gut damit zurecht kamen.

Achim San Millan beim Training vom Rennen in Altrip
Achim und Michael beim Training - Foto: Jens Körner

Im Training stimmten unsere Gespanne das Setup ab und waren wie gewohnt schnell unterwegs. Das bestätigte sich auch im Startbahndtraining, als Raphael und Benedikt hinter Venus/Heiß als zweite ins Ziel kamen. Achim und Michael beendeten die Trainingseinheit auf dem vierten Platz.

Bahndienst schafft ungleiche Verhältnisse

Um die Staubentwicklung einzudämmen, fuhr der Bahndienst in de Pausen Wasser auf die Rennstrecke. An sich ist das kein Problem, wenn es nicht zu viel wird und man am Start kein Wasser aufträgt. Denn wenn es dort ungleichmäßig verteilt wird, haben die Fahrer, die eine trockenere Spur vor sich haben einen großen Vorteil. Das ist bei den meisten Veranstaltern und Bahndiesten eigentlich bekannt. Der Sprecher sagte es eben noch durch, dass mit dem Wasser aufgrund der Sicherheit sparsam umgegangen werden soll, als die Wasserwägen eine unnötige zweite Runde drehten. So entstanden an einigen Stellen wieder Pfützen die entfernt werden mussten. Aus fast perfekten Bedingungen wurden auf einmal schlechte Bedingungen.

Wie es natürlich kommen musste, hatte eines unserer Gespanne die „Arschkarte“ und musste auf einer nassen Linie starten. Die ersten Meter waren Raphael  und Benedikt noch vorne dabei, bis sie keine andere Wahl hatten und auf der Außenlinie durchs Nasse fahren mussten. So verloren sie wichtige Meter und kamen als vierte in die erste Kurve. Da sie von außen starteten und die Bahn richtig Nass gemacht wurde, bekamen sie von vorne ganz schön die Mütze voll. Anstatt wie im Pflichttraining direkt hinter Venus/ Heiß die Runden zu ziehen mussten sie auf Position 4 viel dreck schlucken. Zu den Problemen von vorne, kam auch noch Bruder Achim von hinten und versuchte alles um vorbei zu kommen. Nach zweieinhalb Runden rächte sich das und der Sichtschutz gab den Geist auf. Nachdem Achim & Michael vorbei zogen, konnte Raphael nichts mehr sehen. Ohne Sicht fielen sie auf den letzten Platz zurück. Mit diesem Start ins Rennen hatte niemand gerechnet und der hatte schwere folgen für den Ausgang des Rennens. Achim und Michael kamen auf dem vierten Platz ins Ziel und sicherten sich somit 2 Punkte im ersten Lauf.

Start der Seitenwagen beim Rennen in Altrip
Start im ersten Lauf, die #92 (Raphael & Benedikt) auf den ersten Metern noch vorne - Foto: Jens Körner

Schadensbegrenzung für Raphael und Benedikt

Sichtlich angefressen wollten Raphael und Benedikt trotzdem noch das beste aus dem Rennen machen. Es war zwar fast unmöglich aber rechnerisch war selbst für sie noch ein Podestplatz drin. Vor dem zweiten Lauf machte der Bahndienst von Altrip seinen Job richtig und jeder hatte gleiche Startbedingungen. Von Gate 3 startenden kamen sie knapp hinter Keil/Kersten ins Ziel. In der Spitzkehre hatten sie fast noch den zweiten Platz erobert, aber es hat nicht ganz gereicht. Aber immerhin kamen 3 Punkte aufs Konto. Achim und Michael hatten keinen optimalen Start und verloren im Gerangel in der ersten Kurve wichtige Meter. Sie kamen auf dem 5. Platz ins Ziel und hatten ebenfalls 3 Punkte auf dem Konto.

Um jetzt noch das Podest zu erreichen war ein Wunder nötig. Eines unsere Gespann musste mindesten 2. werden und die momentan dritten Meier/Schrempp auf Platz 6. ins Ziel kommen oder ausfallen. Raphael und Benedikt hatten einen guten Start, doch neben ihnen Starteten Venus/Heiß, die bekanntermaßen auch gute Starter sind. Sie blockierten die innere Linie, wodurch die Gebrüder Brandl auf der äußeren Linie vorbeiziehen konnten. Jedoch nicht ganz. Im letzten Lauf bot sich den Zuschauern ein spannder Zweikampf über 3 Runden. Mal waren die Brandls vorne und mal Raphael und Benedikt. Leider mit schlechterem Ausgang für unsere Fahrer. Jedoch hat dieser Zweikampf allen viel Spaß gemacht und vor allem war er Fair, keiner fuhr dem anderen ins Motorrad. So sollen Zweikämpfe sein!

Verschenktes Podium

Achim und Michael kamen im letzen Lauf auf Platz 6 ins Ziel und somit war klar, dass keines unserer Gepsanne in Altrip auf dem Podest steht. Denn Meier/Schrempp kamen auf dem 5. Platz ins Ziel und hatten im gesamten einen Punkt mehr auf dem Konto als Raphael und Benedikt. Sehr ärgerlich für unsere Jungs, denn nur ein Punkt aus dem ersten Lauf hätten für den 3. Platz gereicht. Vom Speed her war ein Podesplatz eigentlich schon ein Muss, aber durch den schlechten Start ins Rennen haben sich Raphael und Benedikt nicht belohnen können. In der Internationalen Klasse wird eben jede Kleinigkeit bestraft.

Ergebnis

  1. Markus Venus / Markus Heiß, 15 Punkte
  2. Karl Keil / David Kersten, 9 Punkte
  3. Manuel Meier / Melanie Schrempp, 7 Punkte
  4. Raphael San Millan / Benedikt Zapf, 6 Punkte
  5. Martin Brandl / Hermann Brandl, 5 Punkte
  6. Achim San Millan / Michael Zapf, 3 Punkte
Diesen Beitrag teilen