Europameisterschafts Halbfinale in Haunstetten

Europameisterschafts Halbfinale Haunstetten

Am 30.06.2019 traten wir bei heißen Temperaturen beim Europameisterschafts Halbfinale in Haunstetten-Augsburg an. Zwölf Teams aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und der Schweiz kämpften um die Qualifikation für das Europameisterschafts Finale in Eenrum. Um sich zu qualifizieren musste man unter die besten sechs Gespanne der Tageswertung kommen.

Training von Raphael San Millan und Benedikt Zapf beim EM Semifinale in Haunstetten
Raphael und Benedikt beim Training in Haunstetten - Foto: Niklas Breu

Bei diesem Rennen waren wir nicht wie gewohnt mit der Startnummer 92 am Start, sondern mit der Nummer 12. Für internationale Prädikate wird immer eine Startnummer von der FIM Europe vergeben. Am Samstag gab es bereits die Möglichkeit zu trainieren, was wir auch voll ausnutzten. Es gab zwei freie Trainings und ein Startbandtraining mit zwei mal zwei Runden. Dort konnten wir uns schon gut auf die anspruchsvolle Sandbahn einstellen, doch es war noch etwas Luft nach oben vorhanden.

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Extreme Temperaturen beim Rennen

Am Sonntag fing der Renntag für uns recht gemütlich an. Um 10:00 Uhr gab es noch mal ein Warmup für die Teilnehmer der Europameisterschaft und dann ging es erst um 13:00 Uhr mit der Fahrerpräsentation weiter. Schon dort waren im stehen die heißen Temperaturen kaum erträglich, aber es musste jeder Fahrer gleichermaßen mit den Bedingungen klar kommen.

Start des ersten Laufs der Europameisterschaft - Foto: Niklas Breu

In Haunstetten ist der Start wichtig

Auf der 500 Meter langen Sandbahn in Haunstetten ist der Start sehr wichtig. Im Motorsport ist der Start generell die halbe Miete, aber dieser Strecke ist das Überholen sehr schwer, außer der Vordermann macht einen groben Fehler. Wir hatten vier Vorläufe zu absolvieren und mussten einmal von jeder Startposition starten. Beginnend von innen nach außen. Also starteten wir im ersten Lauf von Startplatz gelb, ganz außen. In den Vergangenen Jahren war es von dort am schwierigsten, aber der Grip war dieses Jahr dort ziemlich gut. Mit am Startband waren zwei englische und ein französisches Gespann. Das Startband ging hoch und wir schossen wie eine Rakete raus und ließen der Konkurrenz in der ersten Kurve keine Chance. Bis ins Ziel konnten wir die Führung verteidigen und hatten somit einen optimalen Start in den Renntag.

Die Qualifikation ist greifbar

Um unter die Top 6 zu kommen, mussten wir durchgehend Punkte sammeln. Ein Ausfall oder letzter Platz wäre nur sehr schwierig zu kompensieren gewesen. Im zweiten Lauf ging es von Startplatz drei ins Rennen. Wir hatten wieder eine gute Reaktion, doch wir unterschätzten den Grip und das Vorderrad stieg in die Höhe. Zum Glück konnten wir das Motorrad relativ schnell wieder auf den Boden holen und haben dadurch nicht viel verloren. Doch die Engländer Goodwin/Bown konnten innen vorbeischlüpfen und konnten sich etwas absetzen. Aber mit einem zweiten Platz kamen immer noch gute Punkte auf unser Konto. Den dritten Lauf konnten wir von Startplatz zwei aus wieder gewinnen und somit war die Qualifikation für das Finale in Eenrum so gut wie sicher.

Im letzten Vorlauf starteten wir von ganz innen. Eigentlich war dieser Startplatz in den letzten Jahren ein Garant für gewonnene Starts, doch in diesem Jahr hatte man dort am wenigsten Grip. Wir kamen nicht gut weg und mussten uns nach der ersten Kurve auf dem dritten Platz einreihen. So kamen wir auch ins Ziel und bekamen noch einen Punkt auf unser Konto. Die Qualifikation war somit geschafft! Nur war noch nicht ganz klar, ob wir uns direkt für das Tagesfinale direkt qualifiziert hatten. Nachdem die anderen Läufe vorbei waren, war klar, dass wir nicht den Weg über das B-Finale nehmen mussten. Bei diesen Temperaturen war es Gold wert, einen Lauf weniger fahren zu müssen.

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San Millan / Zapf in Führung beim A-Finale in Haunstetten
Sensationeller Start im A-Finale - Foto: Niklas Breu

Sieg beim Europameisterschafts Halbfinale

Im Finale durften wir als zweites Team den Startplatz wählen. Wir haben uns für Startplatz weiß, also zweiter von außen entschieden. Von diesem Startplatz hatten wir im zweiten Vorlauf einen Steiger, also wussten wir, dass von dort etwas vorwärts geht. Benedikt hat die Startrille gut vorbereitet und Raphael hat sich darauf eingestellt das Motorrad unten zu halten. Als das Startband hochging, schossen wir wieder wie eine Rakete raus und hatten gleich einen Vorsprung in der ersten Kurve. Dieser blieb bis in die letzte Runde relativ konstant, bis ein kleiner Fahrfehler das Finale noch etwas spannend machte. Doch wir hatten die Situation im Griff und konnten den Sieg nach Hause fahren.

Somit war der Tagessieg perfekt und wir hatten unseren ersten Sieg seit der Saison 2017. Es tat gut mal wieder ganz oben zu stehen und das gleich bei einem Prädikat wie das Halbfinale der Europameisterschaft. Um die Krone Europas fahren wir nun am 18. August im holländischen Eenrum. Mal sehen, was uns dort erwartet.

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