Erstes Podest in Herxheim

Am 10. Mai 2018 ging es zum traditionellen Sandbahnrennen in Herxheim am Vatertag. Unsere Teams reisten bereits am Mittwoch an, wo Achim und Michael noch trainierten. Raphael und Benedikt verpassten das Training, da der Transporter erst Nachmittags aus der Reparatur kam. Das Training ließen sie aber bewusst ausfallen, da die Herxheimer Sandbahn sozusagen ihre Hausstrecke ist. So oft wie auf dieser Rennstrecke fahren sie nirgends. Zudem waren für den Renntag andere Wetterbedingungen vorhergesagt.

Training unter besten Bedingungen

Zunächst begann der Donnerstag noch bei bestem Rennwetter. Die Bahn war im freien Training schnell und trocken und unsere Gespanne schossen sich auf das Rennen ein. Im Pflichttraining stellten Raphael und Benedikt bereits ihre großen Ambitionen unter beweis.

#92 Raphael San Millan und Benedikt Zapf in Herxheim beim freien Training

Der „Trainingsrückstand“ vom Vortag war wie erwartet nicht zu bemerken. Nur am Start hatte die Reaktion von Raphael noch Luft nach oben, doch auf den ersten Metern machte die #92 den Rückstand wieder wett und bog als erstes Gespann in die Kurve. Raphael und Benedikt gewannen knapp mit einem Fotofinish vor Keil / Kersten. Auch Achim und Michael waren schnell unterwegs und belegten im Pflichttraining den 4. Platz.

Regen im ersten Rennlauf

Zwei Vorläufe der internationalen Seitenwagen mussten wegen dem FIM Langbahn Grand Prix bereits im Vormittagsprogramm abgeschlossen sein. Kurz bevor der erste Lauf startete begann es zu regnen. Noch im trockenen gestartet, endete der Lauf auf nassem Untergrund. Von Runde zu Runde wurden die Bedingungen schwieriger. Überholen war kaum möglich, da der Vordermann durch die nässe einen breiten „Schlammstrahl“ auf den Hintermann schoss. Den ersten Lauf gewannen die Brüder Brandl vor Raphael und Benedikt. Achim und Michael beendeten den Lauf wieder auf Platz 4.

Achim San Millan und Michael Zapf beim Sandbahnrennen in Herxheim
#26 Achim San Millan & Michael Zapf - Foto: Niklas Breu

Im zweiten von vier Läufen setzte unsere #26 einen Lauf aus, denn jedes Gespann musste insgesamt drei Vorläufe absolvieren. Dafür ging es zum ersten mal für unsere #92 gegen die amtierenden Europameister William Matthijssen & Sandra Mollema aus den Niederlanden. Die wohl härtesten Gegner die es derzeit auf den Gras- & Sandbahnen gibt. Unser Gespann startete in der Mitte der Bahn, wo die Fahrbahn noch sehr nass war. Die äußeren Startplätze waren schon trockener, da sich dort die Ideallinie befand. Diesen Vorteil nutzten Matthijssen/Mollema sowie Keil/Kersten aus und bogen vor Raphael und Benedikt in die erste Kurve. Die Niederländer gewannen den Lauf vor Keil/Kersten und der #92.

Lange Rennunterbrechung wegen Regen

Nach dem Vormittagsprogramm setzte der Regen heftiger ein. Es regnete für mehrere Stunden und der offizielle Rennstart musste um zwei Stunden nach hinten verschoben werden. Der Bahndienst in Herxheim leistete aber hervorragende Arbeit und stellte wieder den Umständen entsprechend Faire Bahnverhältnisse her. Umso länger das Rennen lief, desto besser wurde die Rennstrecke. Natürlich hatte an diesem Tag die Weltmeisterschaft Vorrang und so wurde der Zeitplan komplett umgeworfen. Erst nach 12 gefahrenen Rennläufen der WM-Teilnehmer durften wieder die Seitenwagen an den Start.

Im letzten Vorlauf für Raphael und Benedikt lag für fast eine Kurve lang die Sensation in der Luft. Sie erwischten keinen perfekten, aber einen sehr guten Start und bogen knapp vor Matthijssen/Mollema in die erste Kurve ein. Ausgangs der Kurve hatten dann aber doch die Europameister die Nase vorne und gewannen diesen Lauf vor unseren jungen Wilden. 

Verschenkter Platz im Finale

Die 6 Punktbesten Gespanne zogen ins Tagesfinale ein. Darunter waren Matthijssen/Mollema, #92 San Millan/Zapf, Keil/Kersten, Brandl/Brandl, #26 San Millan/Zapf und Schramm/Bacher.

Raphael und Benedikt erwischten einen etwas schlechteren Start als Keil/Kersten, holten wieder auf sie auf und wurden dann (wohl beabsichtigt) ausgebremst, denn wer von diesen beiden Gespannen vorne war, wurde zweiter. So schoben sich in der ersten Kurve noch die Gebrüder Brandl vorbei. Am Ende belegte unser #92 im Finale den 4. Platz. Doch dieses Ergebnis Reichte noch locker im Gesamtergebnis für den 3. Platz. Leider wurde der zweite Platz verschenkt, doch mit diesem Ergebnis kann man trotz allem zufrieden sein. Achim und Michael belegten dahinter im Finale und auch im Gesamten den 5. Platz.

Ergebnis

  1. William Matthijssen / Sandra Mollema
  2. Karl Keil / David Kersten
  3. Raphael San Millan / Benedikt Zapf
  4. Martin Brandl/ Hermann Brandl
  5. Achim San Millan / Michael Zapf
  6. Immanuel Schramm / Hermann Bacher
  7. Guilliome Comblon / Baptist Comblon
  8. Manuel Meier / Melanie Schrempp
Podest in Herxheim #92 Raphael San Millan und Benedikt Zapf beim Sandbahnrennen Herxheim 2018
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