Große Enttäuschung in Berghaupten

Mit großer Vorfreude blickten unsere Gespanne auf das Heimrennen in Berghaupten 2018. Für Achim und Viktor lief es am Ende zufriedenstellend, für Raphael und Benedikt verlief das Rennen katastrophal!

Die Streckenverhältnisse konnten nicht besser sein, der Regen in den Tagen zuvor tat der Grasbahn richtig gut. Bei bestem Rennwetter zog es viele Zuschauer an die Berghauptener Rennbahn und sie konnten schnelle und spannende Rennen verfolgen.

Von Beginn an ist der Wurm drin

Bei Raphael und Benedikt begann der Tag bereits „vielversprechend“. Bei der Abnahme wurde ein Riss im Vorderbau entdeckt, der geschweißt werden musste. Zum Glück passieren solche Dinge meistens beim Heimrennen, wo der Weg zur Werkstatt nicht weit ist. Kurz vor Beginn des Trainings war das Motorrad repariert und startklar. Dort schien sich das Desaster noch nicht ganz abzuzeichnen, es fehlte zwar da schon die Geschwindigkeit aber im Grunde hatten sie ein gutes Gefühl auf der Bahn. Es gab aber immer den Eindruck, dass etwas Leistung fehlen würde. Man Probierte dann noch verschiedene Einstellungen, aber keine brachte eine Verbesserung. Achim und Viktor waren hingegen besser unterwegs. Mit der gleichen Motorradeinstellung wie Raphael und Benedikt waren sie deutlich schneller.

Grasbahnrennen Berghaupten 2018 - Internationale Seitenwagen
Raphael & Benedikt noch in Führung - Foto: Jens Körner

Gute Starts sind vielversprechend

Der erste Lauf begann für Achim und Viktor nicht besonders gut. Kurz nach dem Start verloren sie an Meter gegenüber der Konkurrenz. Was war passiert? Der Schaltzug war gerissen und so konnten sie nicht in den zweiten Gang schalten. Ärgerlich, diese Punkte fehlten am Ende des Rennens. Denn im zweiten Lauf hatten sie einen starken Laufsieg und in den weiteren Läufen einen zweiten und dritten Platz. Das reichte für das Finale und den fünften Platz in der Tageswertung. Ein starkes Rennen der beiden!

Der Start von Raphael und Benedikt im ersten Lauf war vielversprechend. Als erste Bogen sie in die Kurve ein, doch dann wurden sie von einem nach dem anderen überholt und kamen als vierte ins Ziel. Es fehlte einfach an Geschwindigkeit. In Lauf zwei wurden sie wieder vierte. Im dritten Lauf war der Start nicht so gut und schon waren sie am Ende des Feldes. Dann im letzten Lauf die Krönung des „perfekten“ Renntages, in der dritten Runde gab es den ersten technischen Ausfall der Saison. Im Gasgriff hatte sich irgendwas gelöst, sodass der Schieber im Vergaser nicht mehr auf ging. Nun zu diesem Zeitpunkt war das Rennen sowieso schon gelaufen. Für die beiden scheint es einfach einen Heimfluch zu geben. Abgesehen davon konnten sie aus irgendwelchen Gründen ihre normale Leistung einfach nicht abrufen.

„Für die heimischen Fans und Sponsoren tut es mir leid“, sagte Raphael sichtlich enttäuscht. Denn es ist schon frustrierend, wenn man die komplette Saison um die Podestplätze fährt und es beim Heimrennen einfach nicht läuft. Es wird einige Zeit in Anspruch nehmen dieses Rennen zu verarbeiten und die Fehler in allen Bereichen zu finden.

Abhaken und weiter machen

Doch der Kopf wird jetzt nicht in den Sand gesteckt. Es sind jetzt erst einmal zwei Wochen Rennpause, bis es am 09.09. in Pfarrkirchen wieder an den Start geht. Dort wollen Raphael und Benedikt natürlich wieder voll angreifen und die „Schmach“ von Berghaupten wieder gut machen. Es können sich alle sicher sein, dass die beiden wieder stark zurück kommen werden.

Ergebnis Grasbahnrennen Berghaupten 2018

1. Markus Venus/Markus Heiß, 17 Punkte
2. Sven Holstein/Bonita van Dijk, 15 Punkte
3. Karl Keil/David Kersten, 15 Punkte
4. Manuel Meier/Melanie Schrempp, 12 Punkte
5. Achim San Millan/Viktor Caric, 9 Punkte
6. Dave Carvill/Dennis Smit, 7 Punkte
7. Markus Brandhofer/Tim Scheunemann, 6 Punkte
8. Guillaume Comblon/Chloé Agez, 2 Punkte
9. Immanuel Schramm/Hermann Bacher, 2 Punkte
10. Raphael San Millan/Benedikt Zapf, 2 Punkte

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