Deutsche Meisterschaft Werlte

Ein Wochenende zum vergessen

Für Raphael und Benedikt ging es am 22.7. hoch in den Norden zur Deutschen Meisterschaft in Werlte. Das Wochenende begann aber wenig verheißungsvoll. Am Freitag Mittag, ca. eine Stunde nachdem das Team sich auf den Weg zum Rennen gemacht hatte, ging es auf der Autobahn erst mal nicht weiter. Das Auto hatte einen technischen Defekt und so musste auf den Pannendienst gewartet werden. Nach einigen Stunden Wartezeit und Umladen des Renn-Equipments war die Ankunft erst um 4:30 Uhr am Samstag Morgen in Werlte. Sichtlich gezeichnet von den Strapazen, versuchte das Team noch in den verbleibenden Stunden so viel Schlaf wie möglich nachzuholen.

Regen verzögert den Trainingsbeginn

In den Morgenstunden regnete es in Werlte. Aufgrund der nassen Bahn wurde das Training um mehr als eine Stunde nach hinten verschoben. Das Training begann für unser Gespann zufriedenstellend. Nachdem das richtige Setup gefunden wurde, ging es zum Startbandtraining. Dieses wurde unterteilt in 2×2 Runden. Die ersten zwei Runden kamen Raphael und Benedikt knapp vor Godden/Smith ins Ziel. Im zweiten Startbandtraining in umgekehrter Reihenfolge. Nach dieser Leistung in den Trainings war mit dem späteren Endergebnis nicht zu rechnen.

Harte Bahnverhältnisse im Rennen

Im ersten Lauf kam unser Gespann von Startplatz 4 gut ins Rennen. Zwei Runden lang kamen sie mit dem Tempo der Führenden Gespanne mit. Doch die löchrige Bahn zollte ihren Tribut und Raphael musste abreißen lassen. In der letzten Runde kamen so Godden/Smith noch vorbei und schnappten sich den dritten Platz.

Im zweiten Lauf starteten sie von ganz außen. Wieder ein guter Start, sie setzten zum überholen auf der Außenbahn an. Doch die Konkurrenten Keil/Kersten bekamen so viel Dreck von den inneren Gespannen ab, dass sie nach außen fuhren und somit unser Gespann immer weiter abdrängten. Raphael musste vom Gas gehen und nach innen ziehen, um einen Sturz zu vermeiden. Der ganze Schwung war dadurch verloren. Immerhin konnten sie Keil/Kersten gleich danach überholen, doch es reichte nur zum vierten Platz.

Im dritten (und letzten) Lauf waren sie wieder auf Platz drei unterwegs. Wieder bis in die letzte Runde. Doch dann kamen sie in ein Loch, dass das Motorrad derart ausgebremst wurde und somit Keil/Kersten in der letzten Runde den dritten Platz übernahmen. Sehr ärgerlich! Denn bis zu diesem Zeitpunkt war der dritte Platz nicht gefährdet. Der dritte Platz hätte in der Wertung der DM den vierten Platz bedeutet.

Heftiges Unwetter beendet das Rennen

Nach dem dritten Durchgang der Deutschen Meisterschaft begann ein heftiges Gewitter. Es stürmte und goss wie aus Eimern. Das Rennen war somit beendet. Deutsche Meister wurden Venus/Heiß vor Brandhofer/Scheunemann und Hübsch/Burger. Keil/Kersten kamen auf den vierten Platz. Raphael und Benedikt hatten drei Punkte auf dem Konto, wie Meier/Schrempp, Löffler/Fischer und Brandl/Brandl. Durch die Majorität der besseren Platze kamen sie im Endergebnis aber auf den 10. und damit letzten Platz. Deswegen ist das Ergebnis des dritten Punktelaufes umso ärgerlicher.

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Fazit deutsche Meisterschaft Werlte

Durch unglückliche Ereignisse kam es leider nicht zu einem besseren Ergebnis, aber Raphael und Benedikt zeigten gute Zweikämpfe. Sie waren stets im geschehen dabei und hielten das Tempo der A-Lizenz mit. Für Bahnen, die so schwierige Verhältnisse haben, braucht es für die Zukunft noch etwas mehr Kraft.

Noch ein paar Worte zur Veranstaltung: Auch wenn das Training verschoben werden musste, hätte man pünktlich um 18 Uhr mit der Fahrervorstellung beginnen können. Laut Wetterbericht, war das nahende Unwetter eigentlich bekannt. Durch lang gezogene Reden wurde der Start noch weiter nach hinten verschoben. Wir wissen auch, dass die offiziellen und Sponsoren wichtig sind und ihre Präsentation und Wertschätzung bei so einer Veranstaltung benötigen. Aber unserer Meinung nach wurde da der Bogen überspannt. So startete das Rennen erst gegen 19:30 Uhr. Dann gab es noch einen misslungenen Bahndienst vor dem zweiten Durchgang, der die Strecke unter Wasser setzte. Durch diese ganzen Umstände wurde die Veranstaltung unnötig verzögert. Wenn man hier vorausschauender gearbeitet hätte, wären zumindest alle Vorläufe der Meisterschaft ohne Probleme gefahren worden. Jedoch hat der MSC Werlte sein bestes getan, die schwierigen Bedingungen zu meistern. Das Wetter die Tage zuvor hatte die Situation sehr erschwert.

Über die neue Regelung mit ausländischen Fahrern, die außerhalb der Meisterschaftswertung fahren, gibt es auch noch Diskussionsbedarf mit dem DMSB. Den Fahrern, die um einen Titel fahren, können dadurch wertvolle Punkte weggenommen werden. Wie im Beispiel Brandhofer gegen Detz. In der Deutschen Motorsport Zentrale wurden in den letzten Jahren so einige fragwürdige Entscheidungen bezüglich des Seitenwagen-Sports getroffen. Hoffentlich können sich in naher Zukunft alle Gespanne zusammentun, um dem willkürlichen treiben des DMSB die Stirn zu bieten.

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