Abenteuer in Osnabrück

Zum zweiten mal in dieser Woche ging es für Raphael und Benedikt in den Norden. Nur dieses mal blieben sie in Deutschland und sie starteten auf der Nahner Grasbahn in Osnabrück. Es war schon im Vorfeld zu hören, dass die Nahner Waldbahn sehr speziell und schwierig zu befahren sei. Nichts desto trotz wollte unsere #92 die Herausforderung annehmen. Die Schwierigkeiten waren auf dieser Rennstrecke aber größer als gedacht und es entwickelte sich ein kleines Abenteuer in Osnabrück.

Das Training begann pünktlich und Raphael bemerkte schon bei den vorherigen Trainingsgruppen, dass alle das Gas etwas früh zu machten. Verwundert fragte er dann bei Markus Brandhofer: „Warum machen denn alle so früh das Gas zu?“, die Antwort kam prompt „na weil es da glatt ist“. Also war dann von Beginn an etwas Vorsicht geboten und sie tasteten sich erst mal an die Rennstrecke ran. Von Runde zu Runde wurde es etwas besser, aber ganz warm wurden Raphael und Benedikt noch nicht mit der Grasbahn. Die freien Trainings und das Startbandtraining verliefen ohne Probleme aber man wusste nicht wirklich wie weit man ans Limit gehen konnte, ohne einen Sturz zu riskieren.

Beinahe Unfall im ersten Lauf

Im ersten Lauf ging es dann gleich zur Sache. Als zweiter von außen startend, kam unsere #92 gut weg und reihte sich am Kurveneingang zunächst als zweiter hinter Matthijssen/Mollema ein. Bis Raphael einen heftigen Stoß von Shaun Harvey abbekam und das Gespann um zwei Meter nach außen versetzt wurde. Da war der zweite Platz weg und sie wurden bis auf den vierten Platz durchgereicht. Diese Situation war der Ausgangpunkt für den darauffolgenden Crash. Die „Coca Cola“-Kurve geht leicht bergab und hängt etwas nach außen. Deshalb ist diese knifflig zu fahren. Raphael fuhr wie in den Trainings und machte das Gas gefühlt sehr früh zu. Auf einmal holten sie sehr schnell auf die vorh ihnen fahrenden Godden/Smith auf, ein Zusammenstoß war nicht mehr zu verhindern. Beide Gespanne hatten Glück, dass sie nicht zu Sturz kamen. Dadurch fielen Raphael und Benedikt aber auf den letzten Platz zurück. Ein toller Start in das Rennen!

Nach dem ersten Lauf entschuldigten sie sich bei den Engländern, es war ja keine Absicht. Paul Smith hat es ziemlich mitgenommen, da er am Kopf getroffen wurde. Raphael war ratlos und wusste nicht, wie es dazu kommen konnte. Er dachte, dass die Schuld zu 100% bei ihm lag. Die Auflösung dazu gab es aber zwei Läufe später. Die Engländer fuhren immer von außen nach ganz innen und kamen dabei sehr quer. Dadurch wurden sie extrem langsam, was es für den Hintermann sehr schwer machte. Nach dieser Erkenntnis konnte Raphael beruhigt sagen, dass dies als Rennunfall zu bewerten ist und die Schuld bei 50-50 liegt.

Steigerung wird nicht belohnt

Die drei folgenden Läufe kamen immer Punkte aufs Konto, jedoch immer nur 1 Punkt pro Lauf. Manuel Meier mit Schwester Melanie Schrempp waren bis auf den ersten und letzten Lauf immer hinter Raphael und Benedikt. Somit waren diese zwei Teams Punktgleich vor dem letzten Lauf. Der Start im finalen Lauf war ganz ok aber nicht gut und so konnten in der ersten Kurve Meier/Schrempp außen vorbei. Diese waren nur knapp vorne und wurden von Raphael attackiert. Fast hätte es geklappt aber man wollte auch keinen Sturz riskieren. Das nächste Rennen in Altrip ist wichtiger als eine bessere Platzierung in Osnabrück. Immerhin war „Rambo“ Shaun Harvey in diesem Lauf auf der letzten Position.

Ergebnis

  1. Matthijssen/Mollema, 20 Punkte
  2.  Godden/Smith, 13 Punkte
  3. Holstein/van Dijk, 11 Punkte
  4. Harvey/Hogg, 9 Punkte
  5. Meier/Schrempp, 4 Punkte
  6. San Millan/Zapf, 3 Punkte
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